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Glück auf

Nur mehr selten hört man diesen alten Bergmannsgruß in unserer Gemeinde, seit der Braunkohlenbergbau am Ende der siebziger Jahre geschlossen wurde, jener Bergbau, der den Ort und die darin lebenden Menschen durch Generationen nachhaltig geprägt hat und dessen Spuren auch heute noch immer erkennbar sind.
Der Name des Ortes, "Fanesdorf", datiert aus dem Jahre 1141, doch gibt es auch ältere Namensnennungen. In dieser Zeit war das Gebiet im Besitz des Erzbischofs von Salzburg, der auch für die Errichtung der Burg sorgte. Die Gegend war reines Bauernland und bis1848 herauf vom System der Feudalherrschaft geprägt.
Im Jahre 1670 wurden die ersten Kohlenlagerstätten entdeckt, doch wurde die Kohle vorerst noch nicht für Heizzwecke genutzt, sondern zur Alaunerzeugung. Erst um 1850 war die Entwicklung des technischen Einsatzes von Mineralkohle so weit fortgeschritten, dass an einen kommerziellen Abbau zu denken war. Ab diesem Zeitpunkt begann sich das gesamte wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben des Ortes entscheidend zu verändern.
Mit der Schließung des Bergbaues ging die industrielle Bedeutung des Ortes verloren, eine neue Identität musste gefunden werden. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze und damit die soziale Absicherung der Bewohner wurde zu einem Hauptanliegen. Regionale und überregionale Politiker haben sich dieser Probleme angenommen, und das Ergebnis darf sich durchaus sehen lassen.
Neben Erinnerungen an vergangene Zeiten sind in Fohnsdorf deutliche Zeichen des Fortschritts gesetzt, so dass der Ort vor allem als Wohngemeinde viele positive Akzente aufweist. Es ist für die Einwohner ebenso wie für Gäste durchaus lohnenswert ist, in Fohnsdorf zu sein.
Zurzeit werden die Geschicke des Ortes von Bürgermeister Johann Straner gelenkt, der sich mit ganzer Kraft bemüht, durch innovative Ideen und Projekte der Bevölkerung einen guten und für alle gangbaren Weg in die Zukunft zu weisen, ohne dabei Bestehendes und Althergebrachtes zu zerstören.

kirche
Die Pfarrkirche des Hl. Rupert ist die älteste Pfarre der Gegend, urkundlich erstmals 1147 erwähnt. Die Schiffsmauern und der Chorquadratturm sind romanisch, die Schiffseinwölbung und die Westempore spätgotisch. Der neugotische Hochaltar stammt aus dem Jahre 1867, das ehemalige Hochaltarbild (von Löderwasch) datiert von 1806.

Schloss Gabelhofen
Schloss Gabelhofen, eine gut erhaltene Wasserburg der Renaissance, liegt südlich von Fohnsdorf und dient heute als Hotel.

Fohnsdorf
Blick von NW auf den Ort. Links ist der Kirchturm zu sehen, im Vordergrund sind die typischen Knappenhäuser aus der Zeit der Bergwerkstätigkeit abgebildet.

Montanmuseum
Rest des einstigen Wodcicki-Schachtes: Maschinenhaus und Förderturm dienen heute als Museum.